ERGOTHERAPIE BEI KINDERN UND JUGENDLICHEN

Die Kinder entwickeln sich kontinuierlich weiter, ohne dass bestimmte Entwicklungsstufen explizit trainiert werden müssen. Da dies aber hoch komplexe Vorgänge sind, kann es durch verschiedene Einflüsse zu Problemen bei einzelnen Teilschritten kommen, die die nachfolgenden Entwicklungsstufen beeinflussen.
Dies hat zur Folge, dass Kinder z.B. nicht „Fahrrad fahren“ lernen möchten oder das Krabbeln auslassen oder mit dem Stuhl immer extrem nah an den Tisch rutschen, damit sie die Sicherheit haben, nicht herunterzufallen. Andere fallen durch ihr etwas rüdes Verhalten im Kindergarten auf, d.h. andere Kinder werden angerempelt oder etwas massiver weggestoßen.
Dies sollten nur einige Beispiele sein, welche veränderten Verhaltensweisen den Eltern am häufigsten auffallen und die sie dann mit dem entsprechenden Kinderarzt besprechen.


Oft fallen in nachfolgenden Bereichen die Schwierigkeiten auf:

Körper- und Raumwahrnehmung
Gleichgewichtsreaktionen
Tiefensensible Reizgebung
Auditiv Wahrnehmung
Visuell Wahrnehmung

Feinmotorik und Graphomotorik
Konzentration, Ausdauer und Aufmerksamkeit
Dominanz der Händigkeit


Die Förderung sollte zeitnah stattfinden, da sie dann gezielter durchgeführt werden kann.

In den ersten Therapiestunden schauen wir uns den Entwicklungsstand des Kindes genau an, denn dies ist für uns ein wichtiger Hinweis, wann und in welchem Bereich die Probleme begonnen haben können. Hierbei zeigen sich oft schnell die zuvor beschriebenen Schwierigkeiten. In einem durchgeführten Elterngespräch werden diese Probleme nochmals (ohne Anwesenheit des Kindes) besprochen und die weiteren therapeutischen Schritte aufgezeigt.
Aus der Erfahrung zeigt sich, dass die Gründe oft sehr vielschichtig sind und andere Ursachen haben können, als die Eltern dies manchmal erwarten.